Universitaeten

Die Betriebsräte des wissenschaftlichen/künstlerischen Personals: die Studentinnen und Studenten der österreichischen Universitäten protrestieren zu Recht!

Verfasst von Ulrike Stein am November 9, 2009

Die Betriebsräte des künstlerischen und wissenschaftlichen Personals der österreichischen Universitäten schließen sich dem Protest der Studierenden an.

Die Betriebsräte sprechen der Protestbewegung größte Anerkennung aus. Es ist gelungen, eine öffentliche Diskussion über die gravierenden Mängel der Bildungs- und Forschungspolitik zu initiieren. Die Proteste werden von den Medien wahrgenommen und die Politik wird gezwungen, sich mit den Problemen endlich auseinanderzusetzen:

  • 2004 wurden die Universitäten in die Autonomie entlassen, aber die dazu nötigen Mittel wurden nicht zur Verfu?gung gestellt. Die Ausgliederung war gekoppelt an ein Sparpaket, Autonomie bedeutet seither Mangelverwaltung. In der Folge haben sich die Studienbedingungen in etlichen Fächern derartig verschlechtert, dass sinnvolles Studieren nicht mehr möglich ist.
  • Als einzigen Lösungsansatz mittels Zugangsbeschränkungen die Anzahl der Studierenden zu verringern, finden wir phantasielos und unkreativ.
  • Studierende und Lehrende werden mit ihren Anliegen zunehmend nur noch als Kostenfaktoren wahrgenommen.
  • Die Möglichkeiten der Mitbestimmung und Mitgestaltung von Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurden weitgehend abgeschafft.
  • Diese kurzsichtige Bildungspolitik hat bewirkt, dass ein hoher Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Universitäten in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt wird.
  • Bis zu 45% der Lehre wird von Lektorinnen und Lektoren bewältigt, die nur stundenweise beschäftigt werden.
  • Die angeku?ndigte Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wird dadurch unterlaufen, dass es aus Einsparungsgru?nden zunehmend Teilzeitbeschäftigungen gibt.
  • Andererseits werden namhafte Ressourcen zur Bewältigung der aufwändigen bu?rokratischen Anforderungen gebunden, die das Ministerium den Universitäten auferlegt und deren Sinnhaftigkeit in Zweifel gezogen werden muss. Der Verlust dieser Ressourcen geht zu Lasten von Lehre, Forschung und Entwicklung der Ku?nste.
  • Der Bologna- Prozess ist von der Idee der Schaffung eines europäischen Bildungsraumes zu einem bu?rokratischen Monster verkommen. Statt internationale Mobilität zu schaffen, wird die Studienstruktur verschult, und die angestrebte Flexibilität erstickt im Wu?rgegriff der Bu?rokratie.

Die Betriebsräte fordern

1. Ein umfassendes bildungspolitisches Konzept fu?r die Universitäten, das diesen Namen auch verdient

2. Personelle, räumliche und materielle Ressourcen bei freiem Universitätszugang mu?ssen langfristig sichergestellt werden

3. Bei der Konzeptarbeit sind die Angehörigen der Universitäten einzubinden

Für die Betriebsräte der österreichischen Universitäten
Gerhard Loupal, Ingwald Strasser, Susanne Mann, Martin Tiefenthaler

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Unabhängige GewerkschafterInnen in der GÖD solidarisch mit den Protesten der Studentinnen und Studenten

Verfasst von Ulrike Stein am Oktober 23, 2009

Die StudentInnen-Proteste zeigen, was seit Jahren offensichtlich ist, auch wenn es  die wechselnde Bundesregierungen nicht wahrhaben wollten und wollen. Die Universitäten stecken einer schweren Krise, weil die betriebs- und marktwirtschaftlich orientierte Politik, die mit und an den Universitäten betrieben wird, in die falsche Richtung geht und auf dem Rücken der Studierenden (wie auch vieler Bediensteter, so z.B. der LektorInnen) ausgetragen wird. Minister Hahns Patentrezept einer  Wiedereinführung der Studiengebühren zeigt nur, dass er nichts begriffen hat.

Das Universitätsstudium ist kein Privileg derer, deren Eltern sich´s leisten können. Der Hochschulzugang muss frei zugänglich sein und die Universitäten sind vom Bund mit den Ressourcen auszustatten, die für den Ausbau von Forschung und Lehre notwendig sind. Die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD und den Ausgegliederten -UGöD solidarisieren sich mit den StudentInnen, die ihr Menschenrecht auf Bildung auch an den Universitäten durchsetzen wollen. Sie bekräftigen die Forderung, für die sie auch in der GÖD und ÖGB aktiv sind:

Banken- und Industriepakete verteilen ist zu wenig:
Her mit einem Konjunkturpaket Bildung, Soziales und öffentliche Dienste!
Her mit der Bildungsmilliarde!

Die zuständigen PolitikerInnen, allen voran Wissenschaftsminister Hahn, Finanzminister Pröll und Kanzler Faymann, sollen diese Proteste endlich ernst nehmen, ihre marktförmige Hochschulpolitik und ihre restriktive Budgetpolitik beenden. Bildung und Universitätsbildung sind ein öffentliches Gut. Es ist höchste Zeit in einen offenen Diskussionsprozess mit allen Betroffenen (Studierenden, Lehrenden, an den Universitäten Beschäftigten) zu treten.

Rückfragehinweise:
UGöD, Unabhängige GewerkschafterInnen im Öffentlichen Dienst und Ausgegliederte
Mail: office@ugoed.org
Ulrike Stein, Mobil: 0680/1262146
Reinhart Sellner, Mobil: 0676/3437521

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Besetzung des Audimax

Verfasst von Ulrike Stein am Oktober 23, 2009

Studentinnen und Studenten besetzen im Moment das Audimax der Uni Wien, um gegen den Bildungsabbau zu protestieren.

Laufende Updates über den aktuellen Stand der Besetzung finden Sie hier

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Treffen zwischen Rektoren und Minister Hahn

Verfasst von Ulrike Stein am Oktober 22, 2009

„Rektoren hoffen auf Studienplatzfinanzierung, Hahn auf Einlenken der SPÖ bei Studiengebühren“

Laut einem Artikel im online-Standard werden die Universitäten nach Angaben von Rektorenchef Christoph Badelt in den überlaufenen Studienrichtungen mit „kurzfristigen Kapazitätserweiterungen bei einzelnen Lehrveranstaltungen“ über das Wintersemester kommen. Erst dann kann in einzelnen Studienrichtungen der „Notfallparagraph“ 124b zur Anwendung kommen, der es den Unis erlaubt, die Zahl der Studienplätze zu beschränken.

Den gesatem Artikel finden Sie hier

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Lebensverdienstsumme im Kollektivvertrag (KV) viel niedriger.

Verfasst von Andrea Ofner am Oktober 14, 2009

Wer kann GöD rechnen beibringen ?

Betriebsveranstaltung an der MUW für das allgemeine Personal mit einem Vertreter der GöD: eine IMUN-UGlerin übt heftige Kritik an den Rechnungskünsten der GöD. Der Grund: die GöD beteuerte während den jahrelangen Verhandlungen immer wieder die Lebensverdienstsumme werde im KV die gleiche bleiben wie die im Vertragsbediensteten Gesetz (VBG). Die Anfangsgehälter sollten höher sein, dafür die Verlaufskurve flacher. Nun stellt sich heraus, die Anfangsgehälter sind niedriger und die Verlaufskurve flacher.

Mann und Frau muss keinE RechnungskünstlerIn sein um zu wissen, dass die Lebensverdienstsumme des KV bei weitem nicht so hoch ist wie die im VBG und sich die Universitäten einiges ersparen – auf Kosten der MitarbeiterInnen.

Auch der Kollege von der GöD ist – nach einer kurzen Nachrechnungspause – zu diesem Ergebnis gekommen….
Halt ein bißl spät! Für viele KollegInnen VIEL zu spät!!!

Liebe GöD, dass nach 7-jähriger Verhandlung der Überblick fürs wesentliche immer schwieriger wird, ist verständlich. Einer größer angelegten Verhandlungsgruppe und/oder durch Einbeziehung von Personen von außen wäre die Fokussierung wahrscheinlich gelungen. 

Einer der Grundpfeiler eines KV ist sicher das Gehalt, das ihr offensichtlich, mit tausenden anderen, ohne Zweifel auch wichtigen Themen rund um den KV beschäftigt, aus den Augen verloren habt. Das kostet aber tausenden Beschäftigten erhebliche Verluste ihres Einkommens.

Bitte ändert das!
Das wünscht sich IMUN-UG – und zwar vor dem nächsten Abschuss äh Abschluss.

IMUN-UG
Die Unabhängigen GewerkschafterInnen in Betriebsrat der Medizinischen Universität Wien

 

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Universitätsgesetz, Stand 1.10.2009

Verfasst von Ulrike Stein am Oktober 2, 2009

Das UG, Stand 1.10.2009 finden Sie hier

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UGöD zur nicht-vorhandenen Frauenförderung am Elite-Institut in Gugging

Verfasst von Ulrike Stein am September 14, 2009

Die Exzellenz-Universität in Gugging ist bis dato ein „reiner Männerverein“

Das Exzellenz-Institut in Gugging ist – obwohl enorme Finanzmittel für dieses Elite-Institut und angedachte Vorzeigeprojekt aufgewendet werden – von jeglicher Verpflichtung zur Frauenförderung, wie sie sonst an den österreichischen Universitäten verankert ist, ausgenommen.

Wie der Homepage des Institute of Science and Technology (I.S.T.) Austria zu entnehmen ist, wurden Professuren bis jetzt nur mit Männern besetzt. Das Aufnahmeverfahren wird ebenfalls von Männern geleitet. Es gibt keinerlei Verpflichtung zur Einrichtung eines Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen noch tritt man an hoch qualifizierte Frauen heran, sich zu bewerben.

Dazu die stellvertretende Vorsitzende der UGöD, Ulrike Stein, auch tätig als stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen und als Betriebsrätin an der Medizinischen Universität Wien: „Die 21 österreichischen Universitäten haben laut Universitätsgesetz die Verpflichtung zur Einrichtung eines Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen und zur Frauenförderung. Auch die Donauuniversität Krems hat ein derartiges Gremium installiert. So wird sichergestellt, dass die Universitäten Frauen fördern und diese keine Benachteiligung erfahren bzw. eine solche zumindest beeinspruchen können. Am I.S.T. Austria ist aber zu befürchten, dass das alte System der Männerbündnisse und –seilschaften weiter besteht und sogar noch mit öffentlichen Geldern gefördert wird. Daher fordern die unabhängigen GewerkschafterInnen im öffentlichen Dienst (UGöD), dass auch für das Exzellenz-Institut in Gugging gesetzlich verankert wird, dass ein Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen einzurichten ist und aktive Frauenförderung betrieben werden muss.“

Rückfragehinweise:
UGöD, Unabhängige GewerkschafterInnen im Öffentlichen Dienst und Ausgegliederte
Mail: office@ugoed.org
Ulrike Stein, Mobil: 0680/1262146

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So viel zum Stimmrecht der Betriebsräte im Unirat!

Verfasst von Andrea Ofner am August 31, 2009

Das Ministerium für Wissenschaft und Forschung hat sich erlaubt den Vorsitzenden Betriebsräten und Betriebsrätinnen erläuternde Ausführungen zur UG-Novelle §21 Abs. 15 zu übermitteln. Es handelt sich dabei um den Artikel, der das Stimmrecht des BR im Unirat regelt.

Das Ministerium beschreibt darin ganz klar, wann es – seiner Auffassung nach – den BetriebsrätInnen gestattet, bzw viel wichtiger, NICHT gestattet ist ihre Meinung stimmrechtlich zu vertreten.

Aber bitte lesen Sie selbst.

Stilistisch und inhaltlich bemüht sich das Ministerium die Betriebsräte möglichst unauffällig und nicht störend auf der Zuschauerbank zu halten. Das Stimmrecht ist in dieser erläuternden Ausführung auf ein absolutes Minimum reduziert worden. Ob es in ein paar Jahren eine Auslegung vom OGH geben wird, wird sich zeigen. Die Gewerkschaft jedenfalls hat bis jetzt keinen Einspruch erhoben.

Für die Zunkunft ist zu hoffen, dass die Gewerkschaft diese „Details“ klärt, BEVOR sie ihre Zustimmung gibt und den Betriebsrat nicht allein mit der aufoktroyierten Version des Ministeriums leben bzw NICHT leben läßt.

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Minister Hahn startet im Herbst mit den Vorbereitungen für einen „Österreichischen Hochschulplan“

Verfasst von Ulrike Stein am August 26, 2009

Der online-Standard bringt einen Artikel zum „Titanprojekt“ österreichischer Hochschulplan:

Laut Regierungsprogramm soll mit dem „Österreichischen Hochschulplan“ eine „klare Aufgabenteilung und Schwerpunktsetzung“ angestrebt werden. Schwerpunkte des Plans sollen sollen „strategische Leitlinien, Standortoptimierungen, Durchlässigkeit innerhalb des Hochschulwesens in Österreich sowie Balance zwischen regionalen Bildungsangeboten und Bündelung von Forschungsinfrastruktur“ sein.

Ausgangspunkt für Hahn ist die derzeitige „bunte Hochschullandschaft“ mit 21 Universitäten, 19 Fachhochschulen, 12 Privatunis und anderen hochschulischen Einrichtungen mit über 300.000 Studierenden im tertiären Sektor.

Folgende Fragen stehen für den Minister am Beginn des Prozesses: „Was sind die Anforderungen an den tertiären Sektor; was erwartet die Gesellschaft von einer fundierten Hochschulbildung und wie kann diese Erwartungshaltung beantwortet werden, insbesondere in der Erstausbildungsphase; wie kann die Berufsqualifikation von Bachelor-Absolventen sichergestellt werden?“ Dabei ist dem Minister die Zusammenarbeit mit den Beteiligten wichtig.

Für die Ausarbeitung des Plans will man sich im Ressort zwei Jahre Zeit nehmen.

Dass es im Zuge der Umsetzung des Hochschulplans zu Schließungen von Uni-Standorten kommt, schloss Hahn unter Hinweis auf deren geringe Anzahl aus.

Den gesamten Artikel finden Sie hier

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Interview in „diepresse.com“ mit Christiane Spiel, Autorin einer Studie zum schlechteren Abschneiden von Frauen beim EMS

Verfasst von Ulrike Stein am August 17, 2009

Christiane Spiel analysierte vor 2 Jahren für das Wissenschaftsministerium das schlechtere Abschneiden von Frauen bei den Aufnahmetests zum Medizinstudium.  „Die Ursachen liegen bei der Schule und beim Test selbst.“  Weiter zum Interview

Die Analyse finden Sie hier

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